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PV Rechner

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Zuletzt aktualisiert: 12. August 2026

Rechnet sich eine kleine PV Anlage auf einem Reihenhaus

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Zuletzt aktualisiert: 12. August 2026

Ob sich eine Photovoltaik-Anlage lohnt, hängt nicht allein von der Dachfläche ab, sondern vom Verhältnis zwischen Investitionskosten und Ertrag. Ein Vergleich von drei typischen Fällen zeigt, wo dieses Verhältnis günstig ist – und wo es schwieriger wird.

Der einfache Fall: das Balkonkraftwerk

Ein Balkonkraftwerk ist unkompliziert: bestellen, montieren, einstecken. Die Anschaffungskosten sind gering, ebenso die jährliche Einsparung. Weil aber auch der eingesetzte Betrag klein ist, rechnet sich die Investition in der Regel dennoch – das Verhältnis von Kosten zu Ertrag stimmt.

Der andere einfache Fall: das Einfamilienhaus mit großer Anlage

Am anderen Ende steht das Einfamilienhaus mit einer Anlagenleistung von deutlich über 10 kWp. Hier sind die absoluten Kosten höher, aber auch hier rechnet sich die Investition – nur aus einem anderen Grund: Die Fixkosten verteilen sich auf eine größere Anlage und damit auf einen größeren Ertrag.

Der schwierige Fall dazwischen: das Reihenhaus

Komplizierter wird es bei einem Reihenhaus mit Südausrichtung, aber deutlich eingeschränkter Dachfläche. Hier zeigt sich ein Effekt, der bei größeren Anlagen kaum auffällt: Ein Wechselrichter mit 10 kW Leistung kostet nicht das Doppelte eines Geräts mit 5 kW – und der Aufwand für den Elektriker beim Anschluss ist unabhängig von der Anlagengröße nahezu gleich hoch. Die Fixkosten der Installation sinken also nicht proportional mit der kleineren Anlage. Genau in diesem Bereich – zwischen Balkonkraftwerk und großer Dachanlage – lohnt sich ein genauerer Blick auf die Zahlen.

Die Discounted-Cashflow-Methode als Vergleichsmaßstab

Der hier verwendete Rechner basiert auf der Discounted-Cashflow-Methode (DCF), einem in der Betriebswirtschaft gebräuchlichen Verfahren zur Bewertung von Investitionen. Vereinfacht gesagt wird die geplante PV-Investition mit einer alternativen Geldanlage verglichen. Der dafür angesetzte Zinssatz richtet sich nach der eigenen Risikobereitschaft – legt man das Geld beispielsweise in einem breit gestreuten ETF an, kann man von einer historischen durchschnittlichen Rendite von rund 8 % pro Jahr ausgehen.

Bei einer Investitionssumme von 10.000 € ergäbe sich auf dieser Basis im ersten Jahr ein Vergleichsertrag von 800 €. In den Folgejahren fällt dieser Betrag durch den Zinseszinseffekt etwas höher aus, weil sich die bereits erzielten Erträge mitverzinsen. Der Rechner bildet genau diesen Vergleich über die gesamte Laufzeit ab.

Kapitalwert: positiv oder negativ?

Der Kapitalwert (Net Present Value) zeigt den Unterschied zwischen der PV-Anlage und der Vergleichsanlage über die gesamte Laufzeit. Ist er positiv, erwirtschaftet die PV-Anlage rechnerisch mehr als die Geldanlage zum gewählten Vergleichszins. Ist er negativ, schneidet die Geldanlage besser ab. Ein negativer Kapitalwert bedeutet dabei nicht, dass die PV-Anlage Geld kostet – sie erwirtschaftet nur weniger, als die gewählte Alternative erwirtschaftet hätte.

Interne Rendite: der eigentliche „Zinssatz“ der Anlage

Die interne Rendite (Internal Rate of Return) gibt an, welchen Zinssatz die PV-Anlage selbst erwirtschaftet – unabhängig von einer Vergleichsanlage. Entscheidend ist der Vergleich mit der Inflationsrate: Liegt die interne Rendite darunter, verliert das eingesetzte Kapital real an Wert, die Anlage erwirtschaftet dann weniger, als durch Geldentwertung verloren geht.

Fazit

Ob sich eine PV-Anlage lohnt, lässt sich nicht pauschal beantworten – es hängt vom Verhältnis zwischen Fixkosten und Anlagengröße ab. Balkonkraftwerke und große Dachanlagen liegen oft auf der günstigen Seite dieses Verhältnisses, kleinere Anlagen mit eingeschränkter Fläche dagegen nicht automatisch. Die Discounted-Cashflow-Methode macht diesen Unterschied sichtbar, indem sie die Anlage konkret mit einer Alternative vergleicht – welchen Maßstab man dabei anlegt, bleibt am Ende jedem selbst überlassen.

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